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Autorenporträts
Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben
Zum Buch
Veronika ist studiert, arbeitet in einer Bibliothek und hat sich ein Zimmer in einem Kloster gemietet. Dort beschließt sie auch eines Tages zu sterben. Vier Packungen Schlaftabletten sollen ihr dabei helfen. Die letzten Minuten ihres Lebens liest sie in einem französischem Magazin einen Artikel über ein aktuelles, in Slowenien entwickeltes, Computerspiel. Der Autor fragt dort zufällig, wo Slowenien denn überhaupt läge.
Veronika, empört über diese unverschämte Frage, beginnt einen Brief an den Autor zu schreiben in dem sie erläutert wo Slowenien und die Hauptstadt Ljubljana liegt. Danach beginnen die Tabletten zu wirken.
Doch sie wacht in einer Psychatrie, mit Schläuchen im Körper, wieder auf. Veronika kann sich nicht damit abfinden gerettet worden zu sein und versucht verzweifelt sich zu wehren und die Schläuche aus ihrem Körper zu entfernen. Eine Krankenschwester spritzt ihr daraufhin ein Beruhigungsmittel und als sie das nächste Mal aufwacht, sind die Schläuche bereits entfernt.
Eines Tages wird sie verlegt und erfährt, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Anfangs ist sie froh darüber nun doch noch zu sterben. Aber sie hat viel Zeit über ihr Leben, das Verrücktsein und die Welt da draußen nachzudenken. Durch Gespräche mit den Patienten Zedka und Mari wandelt sich nach und nach ihre Meinung. Sie lernt den Schizophrenen Eduard kennen und verliebt sich. Zusammen "fliehen" die Beiden aus Vilette und feiern in einem edlen Restaurant den letzten Tag Veronika´s.
Zum Schluss erklimmen sie die örtliche Burg und Veronika´s Tod scheint gekommen...
Mein Fazit
Paulo Coelho zeichnet in Veronika beschließt zu sterben nicht das Bild einer Psychatrie mit Gewalt und "Niederspritzen". Viel mehr ist sie ein Ort ohne Sorgen, ohne Regeln und ohne Furcht vor Ächtung durch die Gesellschaft. Der Roman handelt nicht nur von der Verwandlung Veronikas, sondern auch von der Frage was verrückt sein eigentlich bedeutet. Aber auch was es bedeutet zu leben und sich den Problemen in der Welt zu stellen.
Es geht in diesem Buch auch nicht durchweg nur um Veronika, da wären noch die Geschichten der Patienten Zedka, Mari und Eduard, aber auch über Dr. Igor gibt es etwas zu sagen. Als Leser kann man sich zum Teil recht gut mit den Geschichten der Personen identifizieren, sodass auch diese kleinen Ausflüge nichts von der Spannung des Buches nehmen.
Ich habe das Buch an knapp drei Abenden gelesen und kann sagen, dass es sich flüssig liest und keine Langeweile aufkommt. Ich fand es sehr interessant wie Coelho das Bild einer völlig anderen Psychatrie zeichnet. Eine bestimmte Zielgruppe gibt es nicht, also kann ich es jedem empfehlen.