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Autorenporträts
Jaromir Konecny: Doktorspiele
Zum Buch
Andi hat es nicht leicht mit den Mädchen. Nicht nur das Traumfrau Katja ihn so gut wie nie beachtet, sie hängt auch noch bei seinem Erzfeind Bobby rum. Egal was Andi tut um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, es endet immer in einem Desaster oder zumindest nie mit dem gewünschten Ergebnis.
Andi's bestem Freund Dirty Harry geht es dabei auch nicht anders. Zwar ist er mit dem schönsten Mädchen der Klasse gut befreundet, aber die beiden kennen sich ja auch noch aus dem Kindergarten und deshalb läuft da nix. Aber zumindest erhält er mit seinen schmutzigen Witzen ein wenig Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht.
Neben den Mädchen gibt es in der Pubertät aber auch noch andere Probleme: Leherer wie Herr Fritz sind verständnislos und können anscheinend nicht mit Jugendlichen umgehen. Zu Hause gibt es Ärger, weil der Vater arbeitslos ist und die Mutter als Heilpraktikerin nicht genug verdient.
Dreht sich gerade mal nicht alles ums Wichsen oder eben darum ein Mädchen zu beeindrucken, geht Andi auch mal Fussball spielen oder laufen. Zu dem hat sich noch Besuch für die Sommerferien angekündigt: Lili, Andi's Cousine, kommt zu Besuch. Das letzte Mal hat er sie mit 7 gesehen, als sie Doktorspiele gespielt haben. Die Erinnerungen noch immer im Kopf, wie sie von seinem kleinem Ding enttäuscht war, nimmt er sich vor, sie etwas besseren zu belehren...
Als sie dann endlich da ist, ist Katja vergessen und Bobby macht sich schon an die hübsche Lili ran. Andi's Versuche sie und die anderen Mädchen zu beeindrucken, gehen natürlich deutlich schief, aber hin und wieder lassen sich auch Erfolge verbuchen...
Mein Fazit
Es fällt mir ehrlich schwer mich festzulegen: Einerseits finde ich die Sprache des Autors gut und der heutigen Jugendsprache entsprechend. Teilweise kommt sie mir aber etwas übertrieben vor. Auch die ständigen inneren Monologe zum Thema Wichsen nerven nach der Hälfte des Buches, weil sie für mich etwas zu massiv auftreten. Auch das sämtliche Aktionen, die Andi plant, schiefgehen ist so gut wie immer vorauszusehen und in meinen Augen schade.
Zusammengefasst denke ich, dass das Buch teilweise gut das Innere und Äußere eines 16 Jährigen darstellt, allerdings nur zu einem geringen Teil. Ursprünglich bin ich durch einen Beitrag im Radio auf das Buch aufmerksam geworden und versprach mir wesentlich mehr davon. Ich denke eine Geschichte wie diese wurde schon besser erzählt.