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Autorenporträts
Günter Grass: Im Krebsgang
Zum Buch
Zentrale Gestalt dieser Novelle ist der Journalist Paul. Er erhält den Auftrag etwas über das 1945 gesunkene Passagierschiff "Wilhelm Gustloff" zu schreiben. Er selbst wurde am Tag des Unglücks geboren und musste sich von klein auf von seiner Mutter Tulla Pokriefke Geschichten über den Untergang anhören.
Bei der Recherche zum Schiff stößt der Journalist auf eine Website mit Informationen zu Entstehung, Namensgebung usw. Daneben bietet die Website einen Chat an. Dort unterhält sich der Webmaster mit einem scheinbar erfundenen Benutzer(namentlich David). Nebenbei erfährt der Leser, dass Paul geschieden ist und einen Sohn hat. Ein Kontakt zwischen den Beiden besteht nur in sehr geringem Maße.
Im Verlauf des Buches scheinen sich der Webmaster und der Chatter "David" anzufreunden und bis auf das Thema "Gustloff" verstehen sich die beiden auch ganz gut. Mittlerweile hat Paul herausbekommen, dass sein Sohn der Betreiber der Website ist und hat auch von einem geplanten Treffen, der beiden Chatter, Wind bekommen.
Zunächst verläuft alles friedlich: Konrad(Webmaster) zeigt Wolfgang(David) die Stadt und sie kehren in ein Eiscafe ein. Am Ende kommt es bei dem Denkmal zu Ehren Wilhelm Gustloffs zum Höhepunkt: Konrad erschießt Wolfgang und zwar auf eben diese Weise wie Jahre zuvor David Frankfurter Wilhelm Gustloff.
Zum Besseren Verständnis empfiehlt sicher der Wikipedia-Artikel zu Wilhelm Gustloff.
Mein Fazit
Das Buch ist eine interessante Mischung aus Fakt und Fiktion. Ich persönlich fand die Story nicht außergewöhnlich spannend, zumal man Höhepunkte, wie z.B. den Mord an Wolfgang, voraussehen konnte. Allerdings war es auch nicht staub trocken und langweilig.
Eine spezielle Empfehlung kann ich an dieser Stelle nicht aussprechen. Einerseits interessiert sich vielleicht nicht jeder für das Thema Wilhelm Gustloff. Andererseits vermischt sich hier Geschichte recht ausgewogen mit einer fiktiven Story. Ich denke ein Buch für jedermann.
Ich würde schon eine
Ich würde schon eine Empfehlung aussprechen, denn das Buch ist meiner Meinung nach nur für Leser, die sich etwas für Geschichte und/oder Nationalsozialismus interessieren. Alle anderen werden es langweilig finden.
Der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart war für mich am Anfang etwas verwirrend, jedoch ist das erfrischend anders.
Stilistisch ist das Buch ein schnell zu lesendes, aber mit schweren Stellen versehenes Stück Lektüre.