Alan Bradley: The Sweetness At The Bottom Of The Pie

Zum Buch

Hauptfigur Flavia de Luce ist gerade mal elf Jahre alt, weiß aber schon eine ganze Menge über Chemie und ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Von ihren beiden Schwestern wird sie hin und wieder mal geknebbelt und in einen Schrank gesperrt oder einfach ganz ignoriert.

Natürlich lässt Flavia's Rache dann nicht lange auf sich warten. Kurzerhand wird der Lippenstift der Schwester mit ein bisschen Chemie behandelt und schon kommt es beim Opfer zu unschönem Ausschlag.

Eigentlich geht es aber um etwas ganz anderes: Eines Nachts hört Flavia Stimmen aus dem Zimmer ihres Vaters. Es geht um Mord! Den Fremden im Zimmer kann sie durch das Schlüsselloch nicht erkennen, doch nachdem der Gärtner Dogger sie beim spionieren ertappt hat und auf's Zimmer schickt, ahnt sie nicht, was sie am nächsten Morgen im Gurkenbeet vorfindet.

Dort liegt dann nämlich ein Toter, so scheint es. Beim näher treten merkt Flavia, dass dieser noch lebt und vernimmt seine letzten Worte: "Lebwohl!". Kurz darauf erscheint die Polizei und wenig später wird ihr Vater verhaftet. Flavia kann es kaum glauben, ihr Vater soll ein Mörder sein? Auf der Suche nach Beweisen stößt sie auf eine alte Geschichte aus der Schulzeit ihres Vaters. Und das "Lebwohl", war natürlich ein Hinweis...

Mein Fazit

"The Sweetness At The Bottom Of The Pie" war mein erstes englisches Buch. Persönlich gefällt mir die leicht verständliche Sprache des Autors. An sich ist das Buch zu einem großen Teil spannend, allerdings wird es ab der Mitte sehr langweillig. Es dreht sich alles um Briefmarken und hin und wieder kommt die Chemie mit ins Spiel, was mich persönlich etwas genervt hat. Die Suche nachdem Mörder fällt für mich etwas lang aus. Ist aber abwechslungsreich gestaltet.

Das Ende ist eine Mischung aus Spannung und purer Langeweile. In dem Moment, in dem der Mörder bekannt ist, kommt wieder Schwung in die Story. Nach der Enttarnung und Festnahme, sinkt diese jedoch stark ab. Flavia klärt den ermittelnden Inspektor über den raffinierten Mord auf, der natürlich mit etwas Medizin und Chemie zu tun hatte.

Alles in allem ist es sicher eine Empfehlung für Krimiliebhaber. Wer schon immer mal einen Krimi in Originalsprache lesen wollte, sollte sich diesen hier auf jedenfall in Englisch kaufen!