Alfred Döblin

Alfred Döblin ca. 1930
Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/53/Alfred_Doeblin_1930.jpg - 28.04.10

Allgemein zum Autor

Eigentlich Alfred Bruno Döblin wurde am 10. August 1878 in Stettin geboren und ist am 26. Juni 1957 in Emmendingen gestorben. Er war ein deutscher Arzt und Schriftsteller.

Leben

Döblin stammte aus einer bürgerlichen Familie jüdischen Glaubens. Sein Vater Max Döblin war Schneidermeister und Konfektionsfabrikant, seine Mutter Sophie Döblin.

1888 zog Alfreds Mutter mit ihm nach Berlin, nachdem sein Vater mit einer anderen Frau nach Amerika ausgewandert war. Mit 22 Jahren bestand er das Abitur und begann sein Medizinstudium sowie seine literarische Tätigkeit. Er arbeitete von 1905 bis 1930 als Nervenarzt unter anderem in Regensburg und Berlin.

Zur Zeit des Frühexpressionismus beginnt er 1910 an der expressionistischen Zeitschrift "Der Sturm" mitzuarbeiten. Mit seiner Ehefrau Erna Reiss hatte er vier Kinder. Die beiden heirateten im Jahre 1912. Im Ersten Weltkrieg meldet sich Alfred Döblin freiwillig als Militärarzt. Während dessen beginnt er mit dem Roman "Wallenstein". Nach dem Krieg wird er Augenzeuge der Berliner Märzkämpfe, welche er später im Roman "November 1918" thematisiert.

In Berlin entstehen zahlreiche Artikel über Theaterstücke, Filme und das Leben in den Straßen der Hauptstadt. Unter anderem schreibt er unter dem Pseudonym Linke Poot zahlreiche Essays für die Neue Rundschau. In vielen dieser Werke vermittelt er ein Bild des Berliner Alltags zu Zeiten der Weimarer Republik. Diese Eindrücke fließen letztendlich auch den Roman "Berlin Alexanderplatz" mit ein.

Politisches Engagement und die Jahre nach 1933

Döblin gilt als Mitbegründer der Gruppe 1925, ein Zusammenschluss linksgerichteter Schriftsteller. Nach der Flucht 1933 vor den Nazis geht er erst nach Zürich und dann nach Paris. 1936 nimmt er schließlich die französische Staatsbürgerschaft an und arbeitet 1939 als Mitarbeiter des franz. Propagandaministeriums. Dort gestaltet er gemeinsam mit anderen aus Deutschland geflohenen Emigranten Flugblätter.

1940 flieht Döblin nach Südfrankreich, dann nach Lissabon und danach in die USA. Dort arbeitet er ein Jahr lang für MGM.

Nach dem Krieg

Als einer der ersten Autoren kehrt Alfred Döblin nach Europa zurück. Im November 1945 beginnt er seinen Dienst als Literaturinspekteur der franz. Militärverwaltung. 1949 gründet er in Mainz zusammen mit anderen Wissenschaftlern und Literaten die Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Nebenbei schrieb er für die Neue Zeitung, den Südwestfunk und scharte junge Schriftsteller um sich.

Tod

1953 ging Döblin zurück nach Frankreich und blieb dort bis 1956, ein Jahr vor seinem Tod. Wegen seiner schweren Parkinson-Krankheit musste er sich immer häufige behandeln lassen. Zuletzt befand er sich in einer Klinik in Emmendingen wo er am 26. Juni 1957 starb. Seine Frau nahm sich am 15. September 1957 in Paris das Leben.

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